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Autosalon Genf

Elektrischer Supersportler mit über 1000 PS und 800 km Reichweite

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Alternative Antriebsform mit ionischer Flüssigkeit

Die nanoFlowcell als alternative Antriebsform wird mit einer ionischen Flüssigkeit betrieben. „Statt mit Wasserstoff und Sauerstoff wie bei einer herkömmlichen Brennstoffzelle arbeiten wir mit zwei ionischen Flüssigkeiten, eine positiv und eine negativ geladen“, erklärt Nunzio La Vecchia die nanoFlowcell. Mit insgesamt 500 Litern Tankvolumen, zwei mal 250 Liter, die im Unterbau des QUANT in zwei voneinander getrennten Tanks untergebracht sind, konnte die Reichweite gegenüber dem QUANT E von 2014 in nur neun Monaten um über 30 Prozent gesteigert werden.

„Wir sind hier erst am Anfang unserer Entwicklungen. Da wir die Energie für unseren Antrieb in einer Flüssigkeit speichern, haben wir enorme Vorteile gegenüber bisherigen Systemen in der Elektromobilität. Wir können sämtliche Hohlräume im Fahrzeug zum Transport der ionischen Flüssigkeit nutzen. Da diese nicht brennbar und zudem toxikologisch unbedenklich ist, sind wir damit aus unserer Sicht auf dem absolut richtigen Weg“, so Nunzio La Vecchia weiter.

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Zuschaltbarer Leerlauf der Vorderachse

Weitere Neuerung des QUANT F: Der permanente Allradantrieb 4x4, der über vier Elektromotoren umgesetzt wird, kann bei entsprechend hohen Geschwindigkeiten oder großen Beschleunigungen automatisch in einen reinen Heckantrieb umgewandelt werden. Dazu wird die Vorderachse ausgekuppelt, die dann im Leerlauf mitläuft. „In jeder Fahrsituation versuchen wir dem Fahrer eine optimale Beschleunigung und Stabilität zu ermöglichen, besonders bei höheren Geschwindigkeiten. Mit einem reinen Heckantrieb ist dies eher möglich als mit einem permanenten 4x4 Antrieb“, erklärt La Vecchia.

2-stufiger Heckflügel liefert zusätzlichen Anpressdruck

2-stufiger Heckflügel für sportliches Fahren Neu ist auch der 2-stufige Heckflügel im QUANT F. Bei 80 km/h schaltet sich dieser automatisch zu und liefert zusätzlichen Anpressdruck auf die Hinterräder für sportliches Fahren, vor allem bei hohen Geschwindigkeiten. „Der QUANT F erreicht aufgrund seines aerodynamischen Designs herausragende Luftwiderstandsbeiwerte. Mit dem 2-stufigen Heckflügel ermöglichem wir dem Fahrer auch bei extrem hohen Geschwindigkeiten und Beschleunigungen den nötigen Grip auf die Straße zu bringen, für noch sportlicheres Fahren. Nur fliegen ist schöner“, beschreibt Nunzio La Vecchia.

„QUANTeYES“-Scheinwerfer

„Als Forschungs- und Entwicklungsunternehmen versuchen wir immer wieder Grenzen zu sprengen und Innovationen auf den Markt zu bringen, die der Markt noch nicht kennt. Das war 2014 zum Beispiel mit der sensorFlow Technolgy so, unseren kapazitiven Schaltern, die auf Echtholz projeziert wurden. Aktuell haben wir uns bezüglich der Lichttechnik etwas Neues einfallen lassen: In den Frontlichtern des QUANT F haben wir Kristalle eingebaut, die von hinten beleuchtet werden und ein Q für QUANT projezieren, sobald die Scheinwerfer eingeschaltet werden. Die Frontlichter des QUANT F wirken nun wie Augen mit Pupillen. QUANT Augen. Daher auch der Name QUANTeYES. Das verleiht der gesamten Frontpartie noch mehr Persönlichkeit und gibt ihm ein besonderes Gesicht“, so der Technologiechef La Vecchia.

Homologation für die Serienfertigung angestrebt

Mit dem neuen QUANT F strebt die nanoFlowcell AG die Homologation für die Serienfertigung an. „Das Exterieur des neuen QUANT F entspricht technisch bereits zu 100% den Anforderungen der Serienhomologation. Das Interieur ist zu circa 90% homologationsfähig. Offen sind aktuell unter anderem noch die Homologation für das Fontdisplay, die Airbags, die aufwendigen Crashtests sowie formale Prüfungen und Dokumentationen. Die Crashtests werden sowohl in den USA als auch in Deutschland durchgeführt. Wobei es mir jetzt schon in der Seele weh tut, solch ein faszinierendes Auto einem Crashtest zu unterziehen“, so Nunzio La Vecchia.

Video: Der Quant e auf dem Genfer Autosalon 2014

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