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Elektrisch, sportlich, variantenreich – Was Sie von der IAA 2019 erwarten können

| Autor / Redakteur: Mario Hommen / Benjamin Kirchbeck

Die IAA will sich von der reinen Auto-Schau zur Mobilitätsmesse entwickeln. In diesem Jahr feiert daher die IAA Conference als Bestandteil der Frankfurter Branchen-Show Premiere.
Die IAA will sich von der reinen Auto-Schau zur Mobilitätsmesse entwickeln. In diesem Jahr feiert daher die IAA Conference als Bestandteil der Frankfurter Branchen-Show Premiere. (Bild: IAA)

Die am 12. September startende IAA muss Absagen vieler Hersteller verkraften. Angesichts der Vielzahl neuer Modelle und Studie dürfte die Messe dennoch so spannend wie eh und je sein.

Traditionell waren auf der Automesse IAA in Frankfurt nahezu alle namhaften Autohersteller vertreten. Doch der vom 12. bis 22. September stattfindenden Neuauflage haben mehr als ein Dutzend Marken eine Absage erteilt. Dieses Mal sind es vor allem die deutschen Hersteller, die ein dennoch großes und spektakuläres Neuheiten-Feuerwerk zünden werden. Hier eine Übersicht von A bis Z.

Audi

Audi hat neue Modellvarianten, Facelifts und Sportversionen im Gepäck. Einen besonders muskulösen Auftritt hat der RS 6, der danke eines vermutlich rund 600 PS starken V8-Motors schneller als je zuvor sein dürfte. Flankiert wird die Leistungsoffensive von Neuauflagen des S6 beziehungsweise S7, die es künftig ausschließlich mit Dieselpower auf immerhin noch 257 kW/349 PS bringen werden.

Ein Beitrag aus dem Hause Audi ist der Q3 Sportback
Ein Beitrag aus dem Hause Audi ist der Q3 Sportback (Bild: Audi)

Zudem werden die Ingolstädter zwei Derivate bestehender Baureihen vorstellen: Der neue Q3 bekommt als Schwestermodell eine Coupévariante mit angeschrägtem Heck, die technisch weitgehend dem Standard-Q3 entsprechen wird. Darüber hinaus erweitert Audi die Kleinwagenbaureihe A1 um eine hochgelegte Variante mit Namenszusatz Citycarver, die mit einem robusteren Styling etwas SUV-Flair vermitteln soll. Schließlich werden sich einige Facelifts auf dem Messestand der Audianer präsentieren. Frischzellenkuren gibt es für den Q7, A4 Avant und den A5.

BMW

Der Münchener Autobauer BMW wird gleich zwei wichtige Volumenmodelle jeweils in Neuauflagen vorstellen. So feiert die dritte Generation des Kompaktmodells 1er auf der Messe Premiere. Dieser macht vieles anders als die Vorgänger. Unter anderem wurde die Neuauflage auf einer Front- statt der traditionellen Heckantriebsplattform gestellt. Zudem wird es den zu Preisen ab rund 28.000 Euro bereits bestellbaren Golf-Gegner nur noch mit vier Einstiegstüren geben.

Vor 32 Jahren war der BMW 3er Touring Pionier einer neuen Fahrzeuggattung, und auch in der sechsten Modellgeneration will er Maßstäbe für sportliche Fahreigenschaften im Premium-Segment der Mittelklasse setzen.
Vor 32 Jahren war der BMW 3er Touring Pionier einer neuen Fahrzeuggattung, und auch in der sechsten Modellgeneration will er Maßstäbe für sportliche Fahreigenschaften im Premium-Segment der Mittelklasse setzen. (Bild: BMW)

Ebenfalls neu ist der 3er Touring, der künftig einen 500 bis 1.500 Liter fassenden, variablen Kofferraum bieten wird. Auch die Preise sind schon bekannt: Ab 39.400 Euro geht es los. Sportlicher Höhepunkt wird der M8 sein, der in seiner stärksten Ausbaustufe mehr als 600 PS aus einem doppelt aufgeladenen V8-Benziner kitzeln wird. Außerdem zeigt BMW noch den X6, der in Deutschland im November 2019 zu Preisen ab 75.500 Euro auf den Markt kommt. Der Allradriese mit Coupédach ist in der Länge auf 4,94 und in der Breite auf 2,0 Meter gewachsen. Das Leistungsspektrum der Diesel und Benziner reicht 195 kW/265 PS bis 390 kW/530 PS.

Ford

Auch bei Ford wird es sportlich. Unter anderem zeigen die Kölner den Focus ST, der zu Preisen ab rund 33.000 Euro in der Benzinervariante immerhin 206 kW/280 PS mobilisiert. Wichtiger jedoch ist der Puma, bei dem es sich um ein 4,19 Meter langes, hochbeiniges Fiesta-Derivat handelt. Als Besonderheit bietet er ein neuartiges Kofferraumkonzept mit Staubox unter dem eigentlichen Laderaum. Beim Antrieb setzt der Puma zunächst auf die Dreizylinder-Benziner des Fiesta mit bis zu 114 kW/155 PS.

Beim Ford Puma handelt sich um ein 4,19 Meter langes, 1,54 Meter hohes und 1,93 Meter breites Crossover-Fahrzeug im SUV-Stil.
Beim Ford Puma handelt sich um ein 4,19 Meter langes, 1,54 Meter hohes und 1,93 Meter breites Crossover-Fahrzeug im SUV-Stil. (Bild: Ford)

Fast wie eine XL-Version des Puma sieht die Neuauflage des Kompakt-SUV Kuga aus. Die nunmehr dritte Generation soll Anfang 2020 in Deutschland vermutlich zu Preisen ab rund 25.000 Euro auf den Markt kommen.

Honda

Allein Honda wird auf der IAA die japanische Flagge hochhalten. Wichtigste Neuheit ist der Honda E, ein rein elektrisch getriebener Kleinwagen mit charmanter Retro-Aura und einem mit vielen Displays garniertem Cockpit. Der 2020 verfügbare Mini soll 110 kW/150 PS leisten und 200 Kilometer Reichweite bieten. Der Preis dürfte bei vermutlich 35.000 Euro starten.

Honda stellt die Serienversion seines elektrischen Kleinwagens "e" vor.
Honda stellt die Serienversion seines elektrischen Kleinwagens "e" vor. (Bild: Honda)

Hyundai

Hyundai ist der einzige große asiatische Hersteller mit einem eigenen Messestand, auf dem es einiges Neues zu entdecken gibt. Dazu gehört unter anderem die Neuauflage des Kleinstwagenmodells i10, der sich optisch vom niedlichen Stadtfloh zum kleinen Muskelpaket gewandelt hat. Außerdem gibt es neue Helferlein wie den Notbremsassistent der auch auf Fußgänger reagiert, sowie Aufmerksamkeits-, Spurhalte- oder Fernlichtassistent.

Hyundai präsentiert die Neuauflage seines Kleinstwagens i10. Eine erste Designskizze macht deutlich, dass der Stadtfloh mit einem expressiver wirkenden Blechkleid vorfährt.
Hyundai präsentiert die Neuauflage seines Kleinstwagens i10. Eine erste Designskizze macht deutlich, dass der Stadtfloh mit einem expressiver wirkenden Blechkleid vorfährt. (Bild: Hyundai)

Des Weiteren zeigen die Koreaner den neuen Kona Hybrid, der zu Preisen ab rund 27.000 Euro einen effizienten Antrieb sowie ein gehobenes Ausstattungsniveau bietet. Sogar ausschließlich elektrisch angetrieben wird ein neuer Rennwagen von Hyundai, mit dem der Konzern ein neues Kapitel in seiner Motorsportsparte aufschlagen will. Möglicherweise wird noch eine Sonderversion des Kompaktsportlers i30N enthüllt.

Kia

Hyundais Schwestermarke Kia wird auf einen eigenen Messestand in den IAA-Hallen verzichten. Allerdings will man sich im Freigelände mit Offroadern präsentieren. Dazu dürfte auch der neue Xceed gehören, bei dem es sich um eine Mixtur zwischen Schrägheck-Limousine mit sportlichen Coupé-Ambitionen und einem klassischen, höher gebauten SUV handelt. Der Neue baut 4,2 Zentimeter höher als die Ceed-Limousine und rundum mit allerlei SUV-Attributen versehen.

Kia wird seinen neuen XCeed vorstellen.
Kia wird seinen neuen XCeed vorstellen. (Bild: Kia)

Land Rover

Eine mit viel Spannung erwartete Neuheit von Land Rover ist der völlig neue Defender. Dieser soll sich wie sein Vorgänger durch besonders hohe Geländekompetenz auszeichnen, zugleich aber technisch und optisch deutlich moderner als bisher sein. Details wurden bislang allerdings noch nicht verraten. Im März 2020 wollen die Briten mit dem Defender 110 loslegen.

Bis auf das Markenemblem soll der neue Defender nichts mehr mit seinen Vorgängern gemein haben.
Bis auf das Markenemblem soll der neue Defender nichts mehr mit seinen Vorgängern gemein haben. (Bild: Land Rover)

Opel

Obwohl der PSA-Konzern der IAA fernbleiben wird, darf sich PSA-Tochter Opel auf ihrer Hausmesse mit Neuheiten präsentieren. Dazu gehört der geliftete Astra, für den es künftig drei Benziner und zwei Diesel mit 1,2 bis 1,5 Litern Hubraum und einem Leistungsband von 77 kW/105 PS bis 107 kW/145 PS gibt.

Wichtiger jedoch ist die Neuauflage des Corsa, die auf PSA-Plattform aufbaut. Dadurch wird der Kleinwagen rund 100 Kilo leichter und wiegt in der Basisversion unter einer Tonne. Das 4,06 lange Fahrzeug kommt mit einem hochwertigen Innenraum und auf Wunsch mit einem 10-Zoll-Display, Matrix-LED-Scheinwerfern und Achtgang-Automatik. Die Preise für den Corsa starten bei 13.990 Euro. Mit rund 30.000 Euro deutlich teurer wird der Corsa-e. Der Anfang 2020 verfügbare Stromer leistet 100 kW/136 PS und 260 Nm Drehmoment, seine 50-kWh-Batterie ermöglicht eine Reichweite bis zu 330 Kilometer (nach WLTP).

Opels erneuter Aufbruch in eine elektrische Zukunft markiert der neue Corsa-e.
Opels erneuter Aufbruch in eine elektrische Zukunft markiert der neue Corsa-e. (Bild: Opel)

Ihm zur Seite stellen die Rüsselsheimer zudem den Grandland X Hybrid4. Der erste Plug-in-Hybrid der Marke Opel kombiniert einen 1,6-Liter-Turbobenziner (147 kW/200 PS) mit zwei E-Motoren (je 80 kW/109 PS), die es zusammen auf eine Systemleistung von stattlichen 300 PS bringen. Bis zu 52 Kilometer kann das fast 50.000 Euro teure Opel-SUV rein elektrisch fahren.

Mercedes-Benz

Bei Mercedes werden einige Neuheiten auf der aktuellen Kompaktbaureihen-Plattform ihre Premiere feiern. Mit dem GLB stellt Mercedes seinem Kompakt-SUV GLA ein geräumiges Schwestermodell zur Seite. Gegenüber dem auf gleicher Technikplattform stehenden GLA ist der GLB mit 4,63 Metern gut 20 Zentimeter länger. Antriebsseitig wird es die gängigen Motoren der Mercedes-Kompaktklasse geben, also Benziner und Diesel im Leistungsspektrum zwischen 163 – und 208 PS.

Mercedes-AMG ONE: Der Performance-Hybrid leistet mehr als 1000 PS, seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 350 km/h.
Mercedes-AMG ONE: Der Performance-Hybrid leistet mehr als 1000 PS, seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 350 km/h. (Bild: Daimler)

Mehr als doppelt so stark werden die 45er-AMG-Version CLA Shooting Brake und A-Klasse sein, die Ende 2019 mit 310 kW/421 PS zu haben sind. Ebenfalls stärker denn je, nämlich mit 287 kW/390 PS, wird sich der geliftete GLC 43 AMG präsentieren. Als weitere mögliche Kandidaten für einen Messeauftritt auf der IAA werden das geliftete GLE Coupé, eine batterieelektrische Version der V-Klasse namens EQV sowie die finale Version des über 1.000 PS starken Hypercars One von Mercedes-AMG gehandelt.

Mini

Auf der IAA zeigt die britische BMW-Tochter mit dem Mini Cooper SE ihr erstes ernst gemeintes E-Auto. Teile der Technik stammen vom i3, das Drehmoment des E-Motors dürfte in Verbindung mit dem dynamischen Fahrwerk für besonderen Fahrspaß sorgen. Der Stadtflitzer soll über 184 PS und ein 33-kWh-Akku verfügen.

Der Mini Cooper SE soll nachhaltige Mobilität mit dem für Mini charakteristischen Fahrspaß verbinden.
Der Mini Cooper SE soll nachhaltige Mobilität mit dem für Mini charakteristischen Fahrspaß verbinden. (Bild: BMW)

Porsche

Auch für Porsche markiert die IAA 2019 den Aufbruch in die E-Mobilität. Highlight dieser Neuausrichtung ist die Präsentation des Taycan. Es handelt sich um das erste von Grund auf für E-Mobilität gebaute Auto des deutschen Premiumherstellers, der das Potenzial bieten dürfte, Tesla alt aussehen zu lassen. Rund 600 PS und 500 Kilometer Reichweite soll der Viersitzer bieten. Die Preise des Anfang 2020 verfügbaren Hochleistungs-Stromers dürften sechsstellig ausfallen.

Obwohl der Porsche Taycan erst im September auf der IAA präsentiert wird und das finale Design noch nicht bekannt ist, gibt es weltweit bereits weit über 20.000 Kaufinteressenten.
Obwohl der Porsche Taycan erst im September auf der IAA präsentiert wird und das finale Design noch nicht bekannt ist, gibt es weltweit bereits weit über 20.000 Kaufinteressenten. (Bild: Porsche)

Seat

Die Spanier haben ein Konzeptfahrzeug ihrer sportlichen Submarke Cupra angekündigt. Bei dem rein elektrisch angetriebenen Fahrzeug soll es sich um eine Symbiose aus Perfomance-SUV und Sportcoupé handeln. Außerdem wird die künftig ausschließlich elektrisch angetriebene und in Details überarbeitete Version des Kleinstwagens Mii zu sehen sein, der 260 Kilometer Reichweite bieten soll.

Der Seat Mii electric wird 61 kW und ein 212 Nm leisten.
Der Seat Mii electric wird 61 kW und ein 212 Nm leisten. (Bild: Seat)

VW

Statt der eigentlich erwarteten Premiere der achten Golf-Generation wird VW auf der IAA stattdessen die Serienversion des rein elektrisch angetriebenen ID.3 präsentieren. Das Kompaktmodell mit vanartiger Silhouette wird den Aufbruch des Konzerns in die elektrische Mobilität markieren, der sich VW in besonders konsequenter Weise verschrieben hat. Dem ID.3, der Reichweiten von 330 bis 550 Kilometer bieten soll, werden in den kommenden Jahren noch eine Vielzahl technisch verwandter Derivate folgen.

Die Sonderversion ID.3 1st mit einer 58 kWh großen Batterie und einer Reichweite von rund 420 Kilometern (nach WLTP) wird unter 40.000 Euro liegen.
Die Sonderversion ID.3 1st mit einer 58 kWh großen Batterie und einer Reichweite von rund 420 Kilometern (nach WLTP) wird unter 40.000 Euro liegen. (Bild: VW)

Zusätzlich wird VW den neuen E-Up vorstellen, der wie der Seat Mii künftig 260 Kilometer Reichweite bieten wird. Ein weiteres Messehighlight der Wolfsburger ist das kleine SUV T-Roc in einer Cabrioversion. Wie einst das Golf Cabriolet wird dieser über ein am Standort Osnabrück montiertes, klassisches Stoffdach verfügen.

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Für mich ist es ein Alarmzeichen, wenn viele große internationale Autohersteller sich von dieser...  lesen
posted am 08.08.2019 um 23:27 von Eseck


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