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E-Mobilität – Eon investiert 2,5 Milliarden Euro in Netzausbau

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Der Energieversorger Eon will bis 2045 rund 2,5 Milliarden Euro investieren, um sein Netz für die E-Mobilität aufzurüsten. Die größte Herausforderung sieht Eon-Vorstand Thomas König dabei in der Lastspitze.

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Für die nächsten 25 Jahre errechnet Eon einen Investitionsbedarf von rund 2,5 Mrd. Euro.
Für die nächsten 25 Jahre errechnet Eon einen Investitionsbedarf von rund 2,5 Mrd. Euro.
(Bild: Clipdealer)

Eon will in den nächsten 25 Jahre rund 2,5 Milliarden Euro in die Elektromobilität investieren. „Klar ist, wir müssen unser Netz ausbauen“, sagte Eon-Vorstand Thomas König am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung der Ergebnisse eines Stresstests. Mit dem Energieberater Consentec hat Eon berechnet, wie das eigene Netz ausgebaut werden müsste, wenn bis 2045 sämtliche Pkw im Eon-Netzgebiet - rund 6,5 Millionen Wagen - einen Elektroantrieb hätten und entsprechend Strom bräuchten. Umgerechnet wären das Investitionen von im Schnitt 400 Euro pro E-Auto.

Zwei Drittel sollen dabei in punktuelle, für die Bürger kaum spürbare Baumaßnahmen wie die Erneuerung von Ortsnetzstationen fließen. Ein Drittel der Investitionssumme wird für den Bau von neuen Leitungen benötigt. Das Risiko eines Blackouts des Stromnetzes, wie ihn Kritiker für Deutschland teilweise prognostiziert hatten, sehe er nicht.

Investition "überraschend niedrig"

Im Gegenteil: Ausgaben von 2,5 Milliarden Euro zusätzlich nennt König „überraschend niedrig“. Jedes Jahr investiere Eon ohnehin rund eine Milliarde Euro in das Netz. Innerhalb der nächsten rund zehn Jahre decke das Bestandsnetz noch den Strombedarf von E-Autos.

Die größte Herausforderung bestehe in der Gleichzeitigkeit, etwa wenn alle Autobesitzer gegen 18.00 Uhr nach Hause kommen, ihr Auto an die Steckdose schließen und die Nacht über voll aufladen wollen. „Das wird zu einer erheblichen Lastspitze in den Abendstunden führen“, sagte König. Abhilfe schaffen könne sogenanntes netzdienliches Laden: Dabei verschiebe Eon einen Großteil der Nachfrage automatisch in den Abend und die Nacht, ohne dass der Kunde es merke. Davon könnten sich Nutzer gegen Zusatzgebühr ausschließen lassen. Dieses „intelligente Lademanagement“ senkt Eons Ausgabebedarf laut König um die Hälfte.

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