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Die Zukunftsperspektiven der Connected Cars

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

(Bild: ©plpictures - stock.adobe.com)

Die vernetzten Autos von heute bieten einen Ausblick in die Zukunft. Telefonieren während der Fahrt kann zwar ablenkend sein, doch für die jetzige und die künftigen Fahrzeuggenerationen wird keineswegs von der Kommunikation abgeraten, sondern sie wird vielmehr weiterentwickelt – mit dem Unterschied, dass es die Fahrzeuge und nicht die Insassen sind, die kommunizieren. Ein Überblick.

Ganz gleich, ob in Beijing, Frankfurt oder Chicago: Auf jeder bedeutenden Automesse wird schnell deutlich, dass alle Automobilhersteller auf die Entwicklung intelligenter, intuitiver und vernetzter Fahrzeuge setzen. Durch die Anbindung an die Cloud mithilfe durchsatzstarker Mobilfunknetze ebnet die Fahrzeug-Kommunikation den Weg zu dramatischen Verbesserungen, was den Komfort, die Sicherheit und die Fahreigenschaften angeht. Die digitale Konnektivität entwickelt sich in der Automobilindustrie zügig zum Standard und definiert damit das persönliche Fahrerlebnis völlig neu. In immer größerem Ausmaß werden Automobile mit unseren elektronischen Geräten, unserem Zuhause und dem Internet of Things insgesamt verbunden.

„Das typische Auto von heute ähnelt mehr einem Computer als einer Maschine“, sagt deshalb auch Hope Bovenzi, Systems Engineer für den Bereich Automotive Infotainment Systems bei Texas Instruments, und ergänzt: „Wir bauen so viel in diese Fahrzeuge ein, und wir können heute so viel tun, um unsere Autos unterhaltsamer und vor allem sicherer zu machen!“ Auf dem Weg zu immer mehr Autonomie wird das digitale Cockpit ständig weiterentwickelt werden. Ein immer größerer Umfang an gestreamten Inhalten aus dem Internet wird verfügbar sein und von uns konsumiert werden können, während sich das Interieur unserer Fahrzeuge verändert.

Vernetzte Autonomie

Die Einführung solcher Features wird zeitlich mit der Installation der 5G-Mobilfunknetze zusammenfallen, die die Geschwindigkeit und Bandbreite der Konnektivität drastisch verbessern und die Kommunikation von Fahrzeug zu Fahrzeug ermöglichen werden. Dies wiederum wird die Möglichkeiten einer kollektiven Koordination der Autos erschließen: wenn ein Fahrzeug wegen eines umgestürzten Baums eine Notbremsung durchführen muss, leitet es diese Information an andere Fahrzeuge weiter, die sich bis zu einen Kilometer hinter ihm befinden. Ebenso könnte eine ganze Gruppe von Fahrzeugen Angaben über Verkehrsströme oder sich verschlechternde Wetterbedingungen an andere Autos in der Region übermitteln, damit diese gegebenenfalls eine andere Fahrtroute wählen können. Parallel dazu werden wir die sukzessive Einführung einer Smart-City-Infrastruktur erleben: sensorbestückte Lampenmasten könnten dann Überwachungsfunktionen übernehmen und die Autofahrer beispielsweise informieren, wenn ein Parkplatz frei wird oder eine Brücke öffnet.

„Viele dieser vernetzten Features werden dafür sorgen, dass unsere Autos sicherer, einfacher zu fahren und komfortabler werden und außerdem weniger Kraftstoff verbrauchen“, sagt Hannes Estl, TI-Ingenieur und General Manager. „Und wenn es erst einmal technisch möglich ist, dass Autos autonom fahren – weshalb sollte man sich dann noch selbst ans Steuer setzen? Stattdessen reicht es, einen Button in einer App zu drücken, und schon steht das Robo-Taxi vor der Tür.“

Intelligente Systeme für ein reibungsloses Fahren

Es sind große Veränderungen im Gange, doch noch größere Umwälzungen werden in den nächsten zehn Jahren folgen. Innovationen im Bereich der Konnektivität und der Fahrassistenzsysteme werden gemeinsam dafür sorgen, dass vollautonome Fahrsysteme den Automobilmarkt erobern. Dies wiederum wird neue Designparadigmen freisetzen, die die Art und Weise, wie Designer und Ingenieure Autos bauen und wie diese Autos ihren Insassen Unterhaltungs- und Informationsangebote präsentieren, grundlegend verändern werden.

Jeder, der sich in den letzten Jahren nach einem neuen Auto umgesehen hat, kennt die intelligenten Systeme, die den Autofahrern helfend zur Seite stehen und die Autos bei der Wahrnehmung ihrer Umgebung unterstützen. Der Abstandsregeltempomat etwa nutzt das bordeigene Radar, Lidar oder Kameras zur Erfassung vorausfahrender Autos und zur automatischen Einhaltung des Sicherheitsabstands. Spurverlassenswarner leiten Informationen aus Kameras an Prozessoren weiter, um Autofahrer zu warnen, wenn ihr Fahrzeug langsam aus der Fahrspur gerät. Spurhalteassistenten greifen sogar korrigierend ein, um das Fahrzeug in der Spur zu halten. Bildverarbeitungssysteme befähigen Autos bereits jetzt dazu, Verkehrsschilder zu erkennen, um die Fahrgeschwindigkeit automatisch an das vorgeschriebene Limit anzupassen oder auch zu bremsen, sollte der Fahrer ein Stoppschild übersehen. Diese Liste könnte man noch beliebig weiterführen.

Auch wenn der genaue zeitliche Ablauf noch strittig ist, sagen einige Experten doch voraus, dass die Fahrassistenzsysteme schon im kommenden Jahrzehnt so weit entwickelt sein werden, dass ein hochgradig oder vollständig autonomes Fahren ohne Zutun des Fahrers möglich sein wird. Unsere Autos werden reibungslos im Stadtverkehr und auf der Autobahn fahren, ohne dass der Mensch die Hände am Lenkrad oder die Füße auf den Pedalen haben muss, und es wird auch nicht mehr notwendig sein, den Blick auf der Straße zu haben.

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* Artikel auf TI Informationen basierend

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