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„Das vernetzte Auto“: Die Bedeutung von 5G im Connected Car

| Autor / Redakteur: Guido Dornbusch* / Benjamin Kirchbeck

Das Ziel der Automobilindustrie ist es, langfristig alle Verkehrsteilnehmer miteinander zu vernetzten - von Autos, LKWs und Motorrädern über Passanten bis hin zu Infrastrukturen wie Verkehrsschildern.
Das Ziel der Automobilindustrie ist es, langfristig alle Verkehrsteilnehmer miteinander zu vernetzten - von Autos, LKWs und Motorrädern über Passanten bis hin zu Infrastrukturen wie Verkehrsschildern. (Bild: Laird)

Der erste Teil der Serie „Das vernetzte Auto“ beleuchtet die Einführung des neuen Mobilfunkstandards 5G und dessen Bedeutung für die Automobilindustrie und gibt einen Ausblick auf aktuelle Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze, die in den nächsten Serienteilen ausführlich behandelt werden.

Die Reihe „Das vernetzte Auto“ dreht sich um die Möglichkeiten, die im Rahmen der Konnektivität im Fahrzeug entstehen - gerade im Hinblick auf die Einführung des neuen Mobilfunkstandards 5G. Dabei sollen die Herausforderungen, die es zu bewältigen gibt, ebenso dargestellt werden, wie die Möglichkeiten, die durch eine Vernetzung von Fahrzeugen, Verkehrsinfrastrukturen und zukünftig Passanten entstehen.

Welche Bedeutung hat 5G für die Zukunft der Automobilindustrie?

Nächstes Jahr um diese Zeit soll die erste Phase des neuen Mobilfunkstandards 5G festgelegt sein. Dieser wird, so eine aktuelle Studie von Ericsson, bis 2020 bereits von 15 Prozent der Weltbevölkerung genutzt werden können. In der Studie sind das Internet of Things (IoT) und vernetzte Fahrzeuge jedoch noch nicht eingerechnet, obwohl gerade sie beim Thema 5G eine wichtige Rolle spielen werden.

Guido Dornbusch ist Vice President Product Management bei Laird.
Guido Dornbusch ist Vice President Product Management bei Laird. (Bild: Laird)

Der Nachfolger des Mobilfunkstandards LTE hat das Ziel, „Maschinen“ optimal in den Mobilfunk einzubeziehen und eröffnet somit nicht nur für die Telekommunikationsbranche, sondern auch für die Automobilindustrie neue Möglichkeiten. Doch schon bevor die erste Phase von 5G offiziell beginnt, wird es eine Interimsphase geben, in der erste 5G-Features bereits Ende dieses Jahres festgelegt werden sollen. Das Ziel ist, bereits 2019 erste Personal Devices in 5G-Netzwerken in Europa einzusetzen.

Diese Smartphone-Features werden anschließend auch im Auto angewendet werden und benötigen somit eine optimale „Smart Device Integration“, um die Einführung von 5G zu beschleunigen. 5G wird demnach, gerade im Vergleich zu LTE, wesentlich schneller in die Fahrzeuge integriert. Denn für die Automobilindustrie ist mit der Einführung von 5G die Zeit des vernetzten Fahrzeugs gekommen.

Einsatzmöglichkeiten von 5G

Der Weg zur Einführung des neuen Mobilfunkstandards wird derzeit vorbereitet: Die Anforderungen an 5G wurden initial gesetzt, nun startet die detaillierte Definition und die anschließende Umsetzung. Der Nachfolger von LTE (4G) soll zu einer Verbesserung der Latenzen und einer hohen Verfügbarkeit führen und durch höhere Performance die Grundlage für neue Einsatzmöglichkeiten schaffen.

Dabei wird es mehrere Entwicklungslevel – sogenannte Releases – geben. Die Standardisierung des ersten 5G-Release wird für Herbst 2018 erwartet und soll hauptsächlich das neue 5G-Funkinterface (New Radio NR) festschreiben. Im zweiten Release, geplant für 2020, soll dann unter anderem die Einbindung höherer Frequenzbereiche ermöglicht werden.

In der Praxis sehen Experten derzeit vor allem in drei Einsatzbereichen großes Potential für 5G. Der erste Bereich ist der Consumer Bereich (enhanced Mobile Broadband – eMBB), in dem durch höheren Traffic und niedrigeren Netzwerkenergieverbrauch die Möglichkeit geschaffen werden soll, viele Devices gleichzeitig ohne Netzverluste zu benutzen. Dies soll vor allem den Nutzerkomfort erhöhen, zum Beispiel bei großen Menschenansammlungen wie Konzerten oder Sportveranstaltungen, bei denen viele private Devices gleichzeitig im Einsatz sind und die Netzkapazität dementsprechend groß sein muss.

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