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E-Mobilität

Continental stellt automatisierte induktive Ladelösung vor

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Continental hat eine umfassende induktive Ladelösung entwickelt: Neben einer automatisierten Anmeldung und einer Mikronavigationslösung soll auch der Ladevorgang an sich verkürzt werden.

Während der Annäherung an einen Parkplatz mit läuft automatisch die Anmeldekommunikation zwischen Fahrzeug und Ladestation. Eine Mensch-Maschine-Schnittstelle zeigt dem Fahrer, wann die richtige Position erreicht ist und der Ladevorgang beginnt.
Während der Annäherung an einen Parkplatz mit läuft automatisch die Anmeldekommunikation zwischen Fahrzeug und Ladestation. Eine Mensch-Maschine-Schnittstelle zeigt dem Fahrer, wann die richtige Position erreicht ist und der Ladevorgang beginnt.
( Bild: Milano Medien )

In einem Elektrofahrzeug zeigt Continental auf seiner Tech Show im Juni und auf der IAA im September komfortable induktive Ladetechnik. Bei dieser Lösung wird die Ladeenergie kabellos von einer Sendeeinheit am Boden zu einer Empfängerplatte am Fahrzeugunterboden übertragen. Alles, was der Fahrer dazu tun muss, ist sein Fahrzeug über der Bodenplatte zu parken.

Dabei hilft ihm eine neue Mikronavigationslösung. Schon während der Annäherung an einen Parkplatz mit induktiver Ladestation läuft automatisch die Anmeldekommunikation zwischen Fahrzeug und Ladestation ab. Eine Mensch-Maschine-Schnittstelle zeigt dem Fahrer, wann die richtige Position erreicht ist und der Ladevorgang beginnt.

Thomas Röhrl, Experte für das induktive Ladesystem bei Continental erklärt: „Es gibt einige Gründe, warum Fahrer eines Elektroautos heutzutage nicht jede Ladechance nutzen. Schlechtes Wetter, Kälte oder beengte Platzverhältnisse machen das Hantieren mit einem Ladekabel nicht gerade verlockend.“

Vor allem bei einer eher kurzen Parkdauer kann das dazu führen, dass der Fahrer den Aufwand scheut und damit eine Lademöglichkeit vergibt. „Mit dem induktiven Ladesystem lässt sich jede Ladechance mühelos nutzen“, so Röhrl weiter. „Und viele kurze Ladezeiten ergeben unter dem Strich genauso viel Energie wie eine lange.“

Weil es für den Fahrer eines Elektroautos mit induktiver Ladetechnik quasi mühelos möglich ist, seine Fahrzeugbatterie aufzuladen, rechnet Continental damit, dass die Gesamtladebilanz steigt und damit auch die jeweils verfügbare Reichweite des Fahrzeugs. Continental bietet diese Lade-Lösungen nicht nur für Elektrofahrzeuge sondern auch für eBikes an.

Ladevorgänge praktikabler machen

Instinktiv messen Fahrer eines Elektrofahrzeugs den Vorgang des Stromtankens an der Messlatte Kraftstoff tanken. Zwei Unterschiede fallen dabei auf: Das Eine ist die längere Ladezeit, das Andere die Notwendigkeit, zuvor die Kabelverbindung zur Ladestation herstellen zu müssen.

„Um das Laden praktikabler zu machen, müssen wir es auch komfortabel gestalten“, so Röhrl, „die induktive Ladetechnik wird dazu einen großen Beitrag leisten.“ Deshalb hat Continental eine voll umfassende induktive Ladelösung für bis zu 11 kW Ladeleistung entwickelt. Sie übernimmt den Ladevorgang automatisch und vollständig sicher, sobald das Fahrzeug korrekt über der Bodenplatte des Systems geparkt ist.

Zum fahrzeugseitigen Teil der Ladetechnik gehören die Empfangsplatte, die Leistungselektronik, Steuergeräte und eine Mensch-Maschine-Schnittstelle für das einfache Parken. Das ebenfalls von Continental entwickelte Positioniersystem unterstützt das genaue Einparken.

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