CO2-Trends: Die Automobilhersteller im Vergleich

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Während der Dieselanteil an den Neuwagenzulassungen im Jahr 2017 um 13,2 Prozent gesunken ist, sind die Benziner-Neuzulassungen um 13,8 Prozent gestiegen.
Während der Dieselanteil an den Neuwagenzulassungen im Jahr 2017 um 13,2 Prozent gesunken ist, sind die Benziner-Neuzulassungen um 13,8 Prozent gestiegen. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Die Erreichung der EU-Klimaziele der Automobilhersteller von 95 Gramm CO2/km rückt in immer weitere Ferne. Erstmals sind die CO2-Emissionen von neu zugelassenen Pkw in Deutschland sogar wieder gestiegen.

Trendwende bei den CO2-Emissionen. In Deutschland, dem wichtigsten EU-Markt, erhöhen sich die CO2-Emissionen im Gesamtjahr 2017 um 0,4 Prozent auf 127,9 g/km (2015: 127,4 g/km). Bereits in den letzten Jahren sanken die CO2-Emissionen immer langsamer. Im Jahr 2013 betrug die jährliche CO2-Minderung noch 3,8 Prozent, während sich diese im Jahr 2016 um 1,1 Prozent verminderte.

Die Gründe für den Anstieg der Klimagase liegen vor allem am starken Rückgang des Dieselanteils, der geringen Bedeutung von Elektrofahrzeugen sowie an der hohen Nachfrage nach SUV und Geländewagen. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Center of Automotive Management (CAM).

Während der Dieselanteil an den Neuwagenzulassungen im Jahr 2017 um 13,2 Prozent gesunken ist, sind die Benziner-Neuzulassungen um 13,8 Prozent gestiegen. Diesel-Pkw sind ca. 15 Prozent verbrauchsärmer und damit CO2-effizienter als Benziner, wobei diese insbesondere bei höher motorisierten Fahrzeugsegmente präferiert wurden. Zwar sind auch die alternativen Antriebe an den Neuwagenzulassungen gestiegen, sie spielen jedoch wegen ihres geringen Marktanteils von insgesamt nur 3,4 Prozent noch keine relevante Rolle.

Der Marktanteil von SUVs und Geländewagen erreicht mit 23,9 Prozent in 2017 einen neuen Höchstwert. Im Jahr 2007 lagen diese Fahrzeugsegmente noch bei 7,3 Prozent, im Jahr 2016 betrug der Marktanteil 21,3 Prozent. Die CO2-Emissionen dieser Segmente sind vor allem durch den Rückgang der Dieselfahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen und liegen aktuell bei 133,5 (SUV) bzw. 161,8 g/km (Geländewagen).

Während im Dezember 2016 noch 76 bzw. 41 Prozent der Geländewagen bzw. SUVs mit Dieselantrieb geordert wurden, sank dieser Anteil im Dezember 2017 auf nur noch 62 bzw. 24 Prozent. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen anderer Segmente wie etwa der Mittelklasse (128,2 g/km) oder der Kompaktklasse (117,4 g/km) liegen deutlich niedriger.

CO2-Bilanz der Volumen- und Premiumherstellern

Im Herstellervergleich zeigt die CO2-Bilanz jedoch deutliche Unterschiede zwischen High und Low Performern. Sehr gut schneiden im Vergleich die Volumenhersteller Toyota (inkl. Lexus), Peugeot und Renault/Dacia ab, die auf CO2-Emissionen zwischen 106 und 117 g/km kommen. Allerdings schaffen es auch die französischen Hersteller im Jahr 2017 nicht die Emissionen weiter zu senken.

Auch die Marke VW verschlechtert sich zum Vorjahr, liegt jedoch mit 125 g/km noch etwas besser als der Durchschnitt aller Hersteller. Demgegenüber kommen Fiat, Ford, Opel und Hyundai nur auf unterdurchschnittliche CO2-Werte im zurückliegenden Jahr, wobei bei Ford und Opel die Werte wieder signifikant ansteigen.

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