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Carsharing – Sechs Thesen zur Zukunft der Mobilität

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

"Insbesondere durch kontinuierliche Verbesserungen in der Flottensteuerung, bei der durch autonomes Fahren völlig neue Möglichkeiten entstehen, wird es zu einer weitaus stärkeren Auslastung von Carsharing-Autos kommen", so DriveNow CEO Sebastian Hofelich.
"Insbesondere durch kontinuierliche Verbesserungen in der Flottensteuerung, bei der durch autonomes Fahren völlig neue Möglichkeiten entstehen, wird es zu einer weitaus stärkeren Auslastung von Carsharing-Autos kommen", so DriveNow CEO Sebastian Hofelich. (Bild: DriveNow)

DriveNow zieht angesichts des 30. Jubiläums des Carsharings in Deutschland Bilanz. Perspektivisch rechnet DriveNow damit, dass in zehn Jahren ein Drittel aller Fahrten über geteilte Mobilität erfolgt. Ein Thesenpapier zeigt sechs klare Standpunkte zur Zukunft der geteilten Mobilität.

1988 startete das erste Carsharing-Projekt in Deutschland. Heute, 30 Jahre später, sind mehr als 2,1 Millionen Kunden bei rund 165 Carsharing-Anbietern in der Bundesrepublik registriert. Damit zählt Deutschland zu den Ländern mit einer der stärksten Verbreitungen von geteilter Mobilität. Experten sind sich einig, dass Carsharing in den nächsten Jahren sein rasantes Wachstum weiter fortsetzen wird. Technologische Entwicklungen, wie das autonome Fahren und die zunehmende Vernetzung der Mobilitätslösungen, werden dabei die Mobilität von morgen prägen.

Aber wie wird sich Carsharing konkret weiterentwickeln und die urbane Mobilität verändern? Angesichts des Jubiläums von 30 Jahren Carsharing in Deutschland richtet DriveNow den Blick in die Zukunft. Auf Basis der bisherigen Marktentwicklung, eigener Daten und Fakten sowie wissenschaftlicher Prognosen, stellt DriveNow sechs zentrale Thesen auf.

"Wir gehen heute aufgrund verschiedenster Indikatoren davon aus, dass in zehn Jahren etwa ein Drittel aller Fahrten über geteilte Mobilität erfolgt", so DriveNow CEO Sebastian Hofelich.
"Wir gehen heute aufgrund verschiedenster Indikatoren davon aus, dass in zehn Jahren etwa ein Drittel aller Fahrten über geteilte Mobilität erfolgt", so DriveNow CEO Sebastian Hofelich. (Bild: DriveNow)

These 1 – In zehn Jahren erfolgt jede dritte Fahrt über geteilte Mobilität

Geteilte Mobilität boomt. In den vergangenen sieben Jahren verzeichnete Carsharing in Deutschland ein enormes Kundenwachstum. Basierend auf den bisherigen Wachstumszahlen prognostiziert eine Studie der Unternehmensberatung PwC (2017) für das Jahr 2020 rund 15 Millionen Carsharing-Nutzer in Deutschland.Zudem werden sich der öffentliche Nahverkehr und Sharing-Angebote zukünftig deutlicher verzahnen und den Menschen, vor allem in den Städten, den Umstieg auf geteilte, vernetzte Mobilität erleichtern.

Auch die Zahlen von DriveNow bestätigen die zunehmende Bedeutung von Sharing-Angeboten. Allein in Deutschland wurden im vergangenen Jahr rund 90 Millionen Kilometer mit DriveNow Fahrzeugen zurückgelegt. Weiterer Treiber dieser Entwicklung sind die großen Fortschritte beim Autonomen Fahren. Sie werden den Trend hin zu geteilter Mobilität massiv verstärken und noch mehr Menschen in die Lage versetzen, auf ein eigenes Fahrzeug zu verzichten. Vor diesem Hintergrund zeichnet sich ab, dass in zehn Jahren etwa ein Drittel aller Fahrten in Deutschland mit Sharing-Angeboten zurückgelegt wird.

These 2 – Autonome Sharing-Flotten senken den Fahrzeugbedarf in Städten signifikant

Schon heute ersetzt ein Carsharing-Auto mindestens drei Privat-PKW. Carsharing-Fahrzeuge sind dabei durchschnittlich sechs Mal höher ausgelastet als ein Privatfahrzeug, das rein statistisch in Deutschland 23 Stunden am Tag ungenutzt bleibt und Parkraum besetzt, der anderweitig genutzt werden könnte. Dieser Effekt wird in Deutschland durch das Carsharing-Gesetz, welches im vergangenen September verabschiedet wurde und die Privilegierung von Carsharing-Parkplätzen auf eine rechtssichere Grundlage stellt, noch verstärkt. Mit autonomen Carsharing-Flotten sind noch größere Entlastungseffekte auf Verkehr und Umwelt verbunden.

Der große Umbruch wird dabei mit der Einführung von Level-5- Fahrzeugen verknüpft sein – Fahrzeuge, die vollautonom sind und keinerlei Aktion oder Reaktion der Insassen erfordern. Ein autonomes Carsharing-Fahrzeug wird den Kunden in Zukunft selbst abholen und sich nach der Fahrt dahin steuern lassen, wo der Bedarf aktuell am höchsten ist – basierend auf intelligenten Algorithmen. Ein autonomes Carsharing-Fahrzeug wird so nahezu ständig in Bewegung sein. Der aktuelle Bedarf an Fahrten kann folglich mit deutlich weniger Fahrzeugen, die jedoch besser ausgelastet sind, gedeckt werden. Es werden schlichtweg weniger Autos gebraucht werden, um verfügbare Mobilität für alle zu gewährleisten.

These 3 – Shared Mobility wird für den Endverbraucher kostengünstiger

Bereits heute ist Carsharing günstiger als die Anschaffung eines eigenen PKWs. Laut ADAC belaufen sich die Vollkosten eines Fahrzeugs der Kompaktklasse (z.B. VW Golf) auf zwischen 500 bis 700 Euro im Monat. Dies entspricht der Nutzung von über einer Stunde Carsharing mit DriveNow pro Tag. Während die durchschnittliche Auslastung eines privaten Pkw bei vier Prozent – und dabei unter einer Stunde – liegt, weist ein DriveNow-Fahrzeug eine Auslastung von drei bis sechs Stunden pro Tag auf. Durch autonome Flotten wird die Auslastung pro Carsharing-Fahrzeug in Zukunft signifikant steigen. Fixkosten können entsprechend stärker umgelegt werden. Auch die zunehmende Förderung von Sharing-Modellen wird die Fixkosten, etwa für Parklizenzen, für Carsharing-Anbieter weiter reduzieren. All diese Faktoren sprechen für eine langfristige Kostensenkung im Bereich geteilte Mobilität für die Endkonsumenten.

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