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BMW und Porsche Nummer 1: Studenten zieht es zur Autobranche

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Dem Dieselskandal zum Trotz: Studenten in Deutschland bevorzugen auch weiterhin die Automobilbranche als Arbeitgeber. Speziell BMW und Porsche erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit.

87 Prozent der Studenten sehen in der Automobilbranche die besten Möglichkeiten für große Karrieresprünge.
87 Prozent der Studenten sehen in der Automobilbranche die besten Möglichkeiten für große Karrieresprünge.
(Bild: CC0 / CC0 )

Studenten in Deutschland favorisieren die Automobilbranche und erwarten vor allem bei BMW und Porsche einen hochwertigen Karriereeinstieg.

In der Gesamtbetrachtung der für Studenten attraktiven, potentiellen Arbeitgeber, wurden in der Studie „Fachkraft 2020“ 12 Top-Branchen ausgewählt. Von diesen 12 Top-Branchen liegt die Automobilindustrie klar an der Spitze. Durchschnittlich 62 Prozent der befragten Studenten, denen die Top-Unternehmen der Branche bekannt sind, würden gerne dort arbeiten. Internet & IT (56%) sowie die Chemiebranche (47%) folgen auf den weiteren Plätzen.

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Automobilbranche bei Studenten am beliebtesten: Zweifel nur bei Chancengleichheit

Bei der Untersuchung der interessantesten Arbeitgeber bestehen unter den Top-Unternehmen der Automobilbranche zwischen Platz 1 und 4 kaum Unterschiede. BMW und Porsche teilen sich hier das Spitzenfeld. Jeweils 70 Prozent derjenigen Studenten, die diese beiden Unternehmen kennen, können sich vorstellen, nach dem Abschluss auch dort zu arbeiten. Höhere Werte erreicht kein anderer Arbeitgeber – übrigens auch in keiner anderen Branche.

Bei der Einschätzung relevanter studentischer Jobwahlkriterien sieht es für die Automobilbranche nicht viel schlechter aus, denn sie erzielt durchgängig hohe, in fünf Fällen sogar Höchstwerte. In den Bereichen Ausbildung / Weiterbildung (94%), Organisation / Führungsstil (86%), Internationales Profil (97%), Work-Life-Modelle (80%) sowie Freizeit- / Sportangebote (78%) schneidet sie sehr stark ab. Nur den Aspekt der Chancengleichheit / Diversity bewerteten die befragten Studenten mit 75% eher durchschnittlich.

Fazit: Die Automobilindustrie scheint gut aufgestellt zu sein und muss sich um Fachkräftenachwuchs aktuell keine Gedanken machen. Sowohl die Branche, als auch ihre Top-Unternehmen verzeichnen ein sehr gutes Image bei den Studierenden. Hinsichtlich des einzigen durchschnittlichen Wertes, nämlich der Chancengleichheit/Diversity als Jobwahlkriterium, empfehlen wir, künftig frühzeitig diejenigen, von ihren Karriereoptionen in der Automobilbranche zu überzeugen, die bislang eher daran gezweifelt haben.

Dies könnte zum Beispiel durch gezielte, fachbezogene Angebote für Studentenjobs oder Praktika in der Branche gewährleistet werden. So „erfährt“ jeder Student schnell die attraktiven Rahmenbedingungen und interessiert sich noch stärker dafür, den Berufseinstieg über die beliebteste aller Branchen zu wagen.

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