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BMW, BASF und Samsung – Pilotprojekt für nachhaltigen Kobalt-Abbau im Kongo

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Zwischen 2010 und 2015 stieg die globale Kobaltnachfrage von 65.000 auf mehr als 90.000 Tonnen pro Jahr. Doch das war erst der Anfang: Schätzungen von Bloomberg New Energy Finance zufolge sollte die weltweite Nachfrage bis 2030 auf 450.000 Tonnen steigen.
Zwischen 2010 und 2015 stieg die globale Kobaltnachfrage von 65.000 auf mehr als 90.000 Tonnen pro Jahr. Doch das war erst der Anfang: Schätzungen von Bloomberg New Energy Finance zufolge sollte die weltweite Nachfrage bis 2030 auf 450.000 Tonnen steigen. (Bild: gemeinfrei / CC0)

BMW, BASF und Samsung wollen im Kongo den Kobalt-Abbau unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen testen. In dem afrikanischen Land lagern 60 Prozent der weltweiten Reserven von Kobalt – eine Schlüsselkomponente für die Produktion elektrischer Fahrzeuge.

Die BMW Group, BASF SE, Samsung SDI und Samsung Electronics haben im Rahmen einer branchenübergreifenden Initiative ein gemeinsames Pilotprojekt in der Demokratischen Republik Kongo gestartet. Die Unternehmen haben die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) beauftragt, über einen Zeitraum von drei Jahren zu erproben, wie sich Arbeits- und Lebensbedingungen im Kleinstbergbau in der Demokratischen Republik Kongo verbessern lassen. Das Projekt konzentriert sich auf eine Pilotmine, in der Kobalt mit nicht-industriellen Methoden abgebaut wird. Die Projektpartner werden nicht Betreiber dieser Mine sein.

Schwerpunkt dieses rein privat finanzierten Pilotprojekts ist es, erste Ansätze zu erproben, die die Arbeits- und Lebensbedingungen der Minenarbeiter sowie umliegender Gemeinden verbessern. Ist das Projekt erfolgreich, können diese Ansätze langfristig auf weitere nicht-industrielle Minen übertragen werden.

Kobalt ist ein Schlüsselelement für die Produktion von Batterien für die Auto- und Elektronikindustrie. Die weltweit größten bekannten Reserven dieses Rohstoffes befinden sich in der Demokratischen Republik Kongo. Zu 80 bis 85 % erfolgt die Kobalt-Förderung im Kongo industriell, 15 bis 20 % des Abbaus erfolgen mit nicht-industriellen Methoden. Die größte Herausforderung ist es, die Einhaltung von Menschenrechten, Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsstandards beim nicht-industriellen Abbau von Kobalt sicherzustellen.

Zum ersten Mal haben sich Partner aus der Automobil-, Chemie- und Elektronikbranche zusammengefunden, um mit einem konkreten Projekt den Problemen bei der Kobalt-Förderung in der Demokratischen Republik Kongo zu begegnen. Das Pilotprojekt basiert auf einer Machbarkeitsstudie der GIZ und der BMW Group. In die Projektplanung sind unter anderem Erkenntnisse aus Besuchen vor Ort, Interviews mit Stakeholdern sowie Umfragen unter Minenarbeitern und Anwohnern eingeflossen.

Das Projekt soll langfristig auch dazu beitragen, die Ziele weltweiter Initiativen zur Förderung von nachhaltigen Lieferketten zu unterstützen, beispielsweise der Global Battery Alliance (GBA).

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posted am 03.12.2018 um 07:57 von Unregistriert


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