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Bio-Hybrid schließt die Lücke zwischen Fahrrad und Auto

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Mit der Mobilitätslösung Bio-Hybrid schlägt die Schaeffler Bio-Hybrid GmbH ein neues Kapitel in Sachen intelligenter Fahrzeugkonzepte auf. Die Ende 2020 in Serie gehende Lösung ist mit dem Red-Dot-Award ausgezeichnet worden.

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Das variable und elektrisch unterstützte Fahrzeug Bio Hybrid gibt es in den Varianten Cargo und Passenger.
Das variable und elektrisch unterstützte Fahrzeug Bio Hybrid gibt es in den Varianten Cargo und Passenger.
( Bild: Schaeffler )

Die Mobilitätslösung „Bio-Hybrid“ überzeugte beim Red-Dot-Award zunächst in der Kategorie „Design Concept“. Die Preisrichter hoben die Gestaltung und Optik als individuelle und designorientierte Fortbewegung im urbanen Umfeld hervor. Von den etwa 4.200 Einsendungen aus 48 Ländern haben gut 250 eine Auszeichnung erhalten.

Den zweiten Award bekam das Schaeffler Spin-off in der Kategorie „Communication Design“. Der Preis wird Anfang November in Berlin übergeben und zeichnet das identitätsstiftende Corporate Design des Unternehmens aus.

„Der Bio-Hybrid steht für eine neue Form der Fortbewegung und schließt die Mobilitätslücke zwischen Fahrrad und Auto“, ergänzt Gerald Vollnhals, Geschäftsführer der Schaeffler Bio-Hybrid GmbH.

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Die zur Schaeffler Gruppe gehörende Schaeffler Bio‑Hybrid GmbH hat den seriennahen Bio‑Hybrid im Jahr 2016 als Vision für den Individualverkehr im urbanen Raum entwickelt. Auf Basis der 2016 präsentierten Studie entwickelte das Schaeffler Start-up den Bio‑Hybrid weiter. Dafür wurden neben dem Antrieb beispielsweise auch das Bedienkonzept und das Design überarbeitet.

Bio-Hybrid ist führerschein- und zulassungsfrei

Den Bio-Hybrid gibt es in den Varianten Cargo und Passenger. Durch seine vier Räder bietet das Konzept eine gute Fahrstabilität. Dach und Windschutzscheibe machen es witterungsunabhängig,l somit soll es ganzjahrestauglich einsetzbar sein. Es ist etwas breiter als ein normales Fahrrad und soll emissionsfrei auch auf Radwegen fahren dürfen. Der Bio‑Hybrid kommt mit einem Drittel des Parkraums eines Kleinwagens aus und ist in den meisten Ländern führerschein- und zulassungsfrei. Der elektrische Antrieb unterstützt die fahrende Person – wie bei einem Pedelec – bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h bei 250 bis 750 Watt Nennleistung – je nach nationalen gesetzlichen Vorgaben.

Modularer Aufbau des Passengers

In der Variante Passenger finden zwei Personen hintereinander Platz. Die Variante Cargo dient als variable Lösung für den emissionsfreien Warentransport. Der modulare Aufbau ermöglicht viele Verwendungszwecke des Bio‑Hybriden, etwa als Kühlwagen, Coffee-Shop oder als abgeschlossenen Stauraum. In Sachen Ladevolumen und Nutzlast soll der Cargo für den urbanen Transport eine Alternative im zukünftigen Mobilitätsmix darstellen.

Das I-Phone im Pedelec-Bereich

Der Bio‑Hybrid ist mit Wi-Fi, GPS, Bluetooth und 4G ausgestattet. Ein smartes Bedienkonzept soll für hohe Sicherheit und eine einfache Steuerung sorgen. „Smartphone und Smartwatch sind ins Konzept integriert – so werden sich in Zukunft erweiterte Funktionen und intelligente Features über eine eigene Bio‑Hybrid-App steuern lassen und dem Fahrer das Leben erleichtern. Unsere Vision ist, das iPhone im Pedelec-Bereich auf den Markt zu bringen“, erläutert Prof. Tim Hosenfeldt, Leiter des Bereiches Zentrale Innovation bei Schaeffler, in dem der Bio‑Hybrid seinen Ursprung hatte.

* Der Beitrag erschien im Original auf unserem Partnerportal konstruktionspraxis.de

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