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Autonomes Fahren – Volvo will einheitlichen Kommunikationsstandard

| Autor / Redakteur: Peter Maahn / Benjamin Kirchbeck

Volvo schlägt einen internationalen Standard für autonome Autos vor.
Volvo schlägt einen internationalen Standard für autonome Autos vor. (Bild: Volvo)

Damit fahrerlose Auto in Zukunft mit konventionellen Fahrzeugen, Radfahrern und Fußgängern verständlich kommunizieren können, schlägt Volvo jetzt einen internationalen, einheitlichen Standard vor. Der soll dann für alle Hersteller gelten.

Spätestens, wenn sich die ersten fahrerlosen Autos in den Verkehr einmischen, droht ein Sprachproblem. Da sich kein menschlicher Fahrer mehr durch Blickkontakt, Handzeichen oder Kopfbewegungen verständlich machen kann, müssen andere Wege gefunden werden, um mit anderen Verkehrsteilnehmern in Kontakt zu treten. Bei den zahlreichen Konzeptstudien für die völlig autonomen Autos geht derzeit jeder Hersteller seinen eigenen Weg.

So zeigt der Mercedes F 015 an der Front einen wandernden Lichtpfeil, um Fußgänger zum gefahrlosen Überqueren der Straße zu animieren. Der Toyota Concept-i meldet per Schriftzug am Heck per Schriftzug seine Abbiegeabsicht und Volvo setzt wie beim 360c verstärkt auf Töne. Die Schweden sind es auch, die jetzt eine Vereinheitlichung all dieser „Sprachen“ fordern. Malin Ekholm, Chefin des Sicherheitszentrums von Volvo: „Alle Verkehrsteilnehmer sollten problemlos mit jedem autonomen Fahrzeug kommunizieren können, unabhängig von dessen Hersteller“.

„Der Standard könnte so etwas wie ein Esperanto für den Verkehrsalltag werden“, sagt Malin Ekholm, Chefin des Sicherheitszentrums von Volvo.
„Der Standard könnte so etwas wie ein Esperanto für den Verkehrsalltag werden“, sagt Malin Ekholm, Chefin des Sicherheitszentrums von Volvo. (Bild: Volvo)

Es sei wichtig, die Absichten des automatisierten Autos der Umwelt stets unmissverständlich klar zu machen. Ekholm: „Dabei dürfen wir aber nie Anweisungen oder Befehle an die anderen erteilen“. Damit ist gemeint, dass ein solches Auto nicht nach dem „Hoppla, jetzt komm ich“-Prinzip unterwegs sein darf, Fußgänger oder Radfahrer zum Stehenbleiben oder Zurücktreten auffordert. Das Robotermobil muss also stets zurückstecken, passiv bleiben und all den anderen Verkehrsteilnehmern Sicherheit vermitteln.

So will Volvo beim 360c mit verschiedenen Tönen gezielt zum Beispiel einen Fußgänger, der eine Straße überqueren will, mitteilen: „Ich habe dich erkannt, du kannst gefahrlos losgehen“. Dazu werden besonders tiefe Töne genutzt, die auch nur der angepeilte Passant hören kann. Ebenfalls genutzt werden farbige Lichtzeichen, deren Bedeutung sofort verständlich sein sollen.

Die Schweden, einer der großen Akteure auf dem Feld des autonomen Fahrens, wollen mit ihrer Initiative vermeiden, dass die Menschen in der unmittelbaren Umgebung künftig viele „Sprachen“ verschiedener Modelle erlernen müssen. „Der Standard könnte so etwas wie ein Esperanto für den Verkehrsalltag werden“, sagt Malin Ekholm.

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