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Autofahrer in Deutschland: „Automatisiertes Fahren? Jein!“

| Redakteur: Thomas Kuther

Die Continental-Mobilitätsstudie 2018 zeigt: Zwei Drittel der Autofahrer würden sich in stressigen Stausituationen automatisiert fahren lassen.
Die Continental-Mobilitätsstudie 2018 zeigt: Zwei Drittel der Autofahrer würden sich in stressigen Stausituationen automatisiert fahren lassen. (Bild: Continental)

Deutsche Autofahrer haben laut der Continental-Mobilitätsstudie 2018 ein gespaltenes Verhältnis zum automatisierten Fahren. Die Skepsis an der technischen Machbarkeit ist der Studie zufolge in den vergangenen fünf Jahren gewachsen.

Zwar würden sich rund zwei Drittel von ihnen in stressigen Situationen durch den Stau oder enge Baustellen auf der Autobahn elektronisch gesteuert chauffieren lassen. Gleichzeitig ist jedoch in den vergangenen fünf Jahren die Zahl der Zweifler an der technischen Zuverlässigkeit von 48 auf 57 Prozent gestiegen. Knapp zwei Drittel der Befragten äußern Ängste mit Blick auf das automatisierte Fahren, nach rund der Hälfte vor fünf Jahren. Eine Rolle haben dabei vermutlich Unfälle bei Testfahrten in den USA gespielt.

Die Mobilität der Zukunft hat eine enorme Bedeutung

„Die Ergebnisse unserer Mobilitätsstudie zeigen, dass Vertrauen in neue Technologien für die Mobilität der Zukunft eine enorme Bedeutung hat. Deshalb gilt es, Neuentwicklungen verantwortungsvoll auf die Straße zu bringen. Die Technologien müssen sicher, robust und zuverlässig sein. Unsere Industrie muss noch besser erklären, dass automatisiertes Fahren Schritt für Schritt und nicht als Revolution kommt. Vielen Autofahrern ist zudem gar nicht bewusst, dass sich die Unfallzahlen schon durch aktuelle Fahrerassistenzsysteme wie Notbremsassistenten, Totwinkelwarner und Spurhaltesysteme drastisch senken lassen. Wächst das Verständnis, steigt auch die Akzeptanz“, sagte der Continental-Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart im Vorfeld der Veröffentlichung der Ergebnisse der Studie.

Bereits die Continental-Mobilitätstudie 2013 belegte den Zusammenhang zwischen Erfahrungen mit Fahrerassistenzsystemen und der positiven Bewertung des automatisierten Fahrens. Wer zum Beispiel die Zuverlässigkeit eines Notbremsassistenten im eigenen Auto erfahren konnte, für den stellte sich schon vor fünf Jahren nicht die grundsätzliche Frage, ob automatisiertes Fahren funktioniert.

Automatisiertes Fahren hat grundsätzlich an Zustimmung gewonnen

Laut der Studie des Technologieunternehmens hat automatisiertes Fahren in den USA, Japan und China in den vergangenen fünf Jahren grundsätzlich an Zustimmung gewonnen: In den USA halten inzwischen 50% der Autofahrer das automatisierte Fahren für eine sinnvolle Entwicklung, nach 41% vor fünf Jahren. In China sind es 89% nach 79%, in Japan 68% nach 61%. In Deutschland liegt die Zustimmung unverändert bei 52%. Überdurchschnittlich positiv stehen hierzulande die 31- bis 45-Jährigen mit einem Anteil von 65% dem automatisierten Fahren gegenüber, sowie Autofahrer aus dem Umland von Großstädten (61%).

Weltweit umfassendste Studie ihrer Art

Für die Continental-Mobilitätsstudie 2018 hat das Markt- und Sozialforschungsinstitut infas im Auftrag des Technologieunternehmens Autofahrer repräsentativ in Deutschland, USA, Japan und China befragt. Darüber hinaus wurden Experten aus Wissenschaft und Automobilindustrie interviewt. Die Studie ist damit eine der weltweit umfassendsten ihrer Art zur Akzeptanz von Fahrerassistenzsystemen und automatisiertem Fahren. Continental stellt die vollständigen Ergebnisse der Studie am 15. November 2018 im Rahmen eines Webcasts vor.

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