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5G-Showcase: Ein Hologramm gibt ein Interview

| Redakteur: Jürgen Schreier

Einen 5G-Showcase aus dem Automobilbereich bot kürzlich Mobilfunkbetreiber Vodafone: ein Hologramm-Gespräch im fahrenden Auto. Schauplatz war das 5G Mobility Lab in Aldenhoven. Dort funkt der erste Mobilfunkmast von Vodafone ab sofort in "echtem" 5G.

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Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter als holografischer Interviewpartner
Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter als holografischer Interviewpartner
(Bild: Vodafone)

Schauplatz: das 400.000 m² große Testgelände des 5G Lab in Aldenhoven. Einer der Hauptakteure: der elektrische Kleinbus e.GO Mover (entwickelt an der RWTH Aachen). Vodafone Deutschland Chef Hannes Ametsreiter hatte zum Gespräch über die kommende Mobilfunkgeneration 5G eingeladen - und zwar ins 5G Mobility Lab und in den e.GO Mover.

Doch war Hannes Ametsreiter selbst gar nicht vor Ort. Er führte das Gespräch aus der Vodafone-Zentrale im rund 70 Kilometer entfernten Düsseldorf. Dennoch sah sein Gesprächspartner vor Ort jede Bewegung, jede Gestik, jede Mimik des Vodafone Deutschland-Chefs. Ametsreiter spricht als Hologramm, frei von Kabeln und im fahrenden Auto, das sich entlang der ersten echten 5G-Station von Vodafone in Deutschland bewegte. Diese 5G-Station funkt ab sofort im Live-Netz des Düsseldorfer Telekommunikationskonzerns.

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e.Go Mobile Factory soll zur 5G-Produktionsstätte werden

„Wir sind der 5G-Partner der deutschen Wirtschaft. Wir helfen Zügen Gefahren zu sehen. Wir machen den Fahrersitz im Auto zur Fernsehcouch. Wir lassen Deutschlands Industriehallen mit 5G zu Smart Factories werden. Und wir schaffen mit 5G neue Formen der Kommunikation – mit Hologrammen machen wir aus langweiligen Videokonferenzen persönliche Erlebnisse. Sogar im fahrenden Auto“, so "Hologramm" Hannes Ametsreiter selbstbewusst.

Für das Thema 5G konnten die Düsseldorfer "Mobilfunker" bereits diverse namhafte Partner aus Wirtschaft und Industrie gewinnen, darunter die die Deutsche Bahn, Continental, Audi und die e.GO Mobile AG. Technologie-Partner beim Hologramm-Interview sind Ericsson und Intel. Zusammen mit der e.GO Mobile AG will der Telekommunikationskonzern in Kürze die erste 5G-Produktionsstätte in Deutschland starten. „Mit einem 5G-Netz in unserem neuen Werk in Aachen Rothe Erde erreichen wir in Echtzeit volle Transparenz über Prozess- und Logistikdaten auf dem Shopfloor. Durch den nun möglichen digitalen Schatten sind perfekte Regelkreise in der Produktionssteuerung abbildbar“, schwärmt Prof. Dr. Günther Schuh, CEO von e.GO Mobile, der ebenfalls als Hologramm am Interview teilnahm.

Gemeinsam mit der Deutschen Bahn startet der Düsseldorfer Telekommunikationskonzern den 5G-Ausbau entlang einer Teststrecke der Erzgebirgsbahn zwischen Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg. Dort soll unter anderem getestet werden, wie Züge Hindernisse und Gefahren auf den Gleisen selbstständig erkennen und darauf reagieren.

Mit 5G zu mehr Sicherheit und Service im Straßenverkehr

Auch Audi zählt zu den 5G-Partnern von Vodafone. Die Partner arbeiten gemeinsam an der 5G-Kommunikation von Fahrzeugen untereinander sowie an der Anbindung von Infrastruktur zur Unterstützung von Anwendungen mit hohen Datenraten und niedriger Latenz. Ziel ist es, das Fahrzeug als elementaren Teilnehmer in das Internet der Dinge zu integrieren, um in diesem digitalen Ökosystem innovative Serviceangebote bereit zu stellen.

Im 5G Mobility Lab forscht Vodafone seit mehr als einem Jahr an Zukunftskonzepten für die Mobilität von morgen. Gemeinsam mit der Automobilbranche optimiert Vodafone das Zusammenspiel von Mobilfunk, Sensoren, Kamerasystemen und weiteren Technologien, um die Sicherheit im Straßenverkehr auf ein neues Niveau zu heben. Per 5G können Autos in Echtzeit Daten miteinander austauschen. Basis dafür sind kleine Rechenzentren (Edge Cloud) direkt bei den Mobilfunkmasten. Bis 5G-fähige Endgeräte kommerziell im Privat- und Geschäftskundenbereich verfügbar sind, setzt Vodafone bei 5G vor allem auf Standorte, an denen die Industrie schon frühzeitig von der 5G-Technologie profitieren kann.

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal Industry-of-things.de.

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