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Steuergeräte-Entwicklung

20-mal höherer Datendurchsatz als aktuelle Systeme

| Redakteur: Thomas Kuther

Die Mess- und Applikationswerkzeuge ES891 und FETK: ermöglichen einen 20-mal höheren Datendurchsatz als aktuelle Systeme
Die Mess- und Applikationswerkzeuge ES891 und FETK: ermöglichen einen 20-mal höheren Datendurchsatz als aktuelle Systeme (Bild: ETAS)

Die FETK-Steuergeräteschnittstelle und das Steuergeräte- und Bus-Schnittstellenmodul ES891 von ETAS bieten eine leistungsstarke Lösung für Mess- und Applikationsaufgaben. Die Mess- und Applikationssoftware INCA V7.2 rundet die Gesamtlösung ab, die für den Einsatz in Fahrzeugen, auf Prüfständen oder in virtuellen Umgebungen vorgesehen ist.

Die Komplexität der Fahrzeugelektronik steigt sprunghaft an. Das ist mit dem derzeitigen Applikationsansatz nicht mehr zu bewältigen. Aufwand und Mitteleinsatz würden in unerträgliche Höhen ansteigen. Schärfere Emissionsgesetze, mehr Fahrzeugvarianten, kompliziertere elektromechanische Systeme, domänenübergreifend vernetzte Funktionen und die Elektrifizierung des Antriebsstrangs sind derzeit die größten Treiber für diesen Komplexitätszuwachs. ETAS rechnet damit, dass sich der Applikationsaufwand bezogen auf die Entwicklung von 2013 bis 2020 verdoppeln würde, sofern bei Methoden und Tools keine deutlichen Fortschritte erfolgen.

Oft wird nur ein Teil aller Steuergerätesignale aufgezeichnet

Eine Möglichkeit, diesem Trend entgegenzuwirken, besteht darin, die Zeit zu reduzieren, die für die Applikation im Fahrzeug anfällt. Immer wieder können die Applikationsingenieure nach Testfahrten die Ursache eines Problems nicht finden, da Informationen in den aufgezeichneten Messdaten fehlen. Der Grund: Wegen der begrenzten Leistung des Messsystems kann lediglich ein Teil aller Steuergerätesignale aufgezeichnet werden. Diese reichen aber für Analysezwecke oft nicht aus. Die Ingenieure müssen den Fehler dann in einem zusätzlichen Fahrzyklus reproduzieren, was erneut mit viel Aufwand für den Aufbau des Fahrzeugsystems und die Anpassung der Aufzeichnungskonfiguration verbunden ist. Ein Problem, das sich mit zunehmender Komplexität verschärft. Es sind also deutlich leistungsfähigere Werkzeuge gefragt. Die nächste Generation der ETAS Mess- und Applikationswerkzeuge adressiert diese Herausforderungen, denn nun können Ingenieure sämtliche Signale bei der Applikation von Steuergeräten im Antriebsstrang erfassen. So sind weniger Testfahrten und Fahrzeugprototypen erforderlich und die Applikation kann schneller abgeschlossen werden.

Zwei neuen Produkte zur INCA-Version 7.2

Im zweiten Quartal 2015 wird ETAS mit zwei neuen Produkten, der Steuergeräteschnittstelle FETK und dem Steuergeräte- und Bus-Schnittstellenmodul ES891 eine leistungsstarke Lösung zum Messen und Applizieren von Steuergeräten im Antriebsstrang auf den Markt bringen. Ende des Jahres rundet dann die Einführung der neuen INCA-Version 7.2 das Angebot ab und zwar für die Applikation in Fahrzeugen, auf Prüfständen oder in virtuellen Umgebungen. Das neue System hat einen 20-mal höheren Datendurchsatz als aktuelle Systeme – und das ohne nennenswerte Beein-trächtigung der Steuergerätelaufzeit. Je nach Steuergeräteaufbau können die neuen Werkzeuge mehr als 40.000 Signale verarbeiten und dabei gleich zwei Steuergeräteverbindungen in einem ES891 unterstützen. Zudem lassen sich Signale aus CAN-, CAN FD-, FlexRay- und LIN-Bussen sowie digitalen und ana-logen Ein- und Ausgängen mit einer hoch genauen Zeitsynchronisierung von weniger als einer Mikrosekunde verarbeiten.

Einfach erweiterbares System

Darüber hinaus kann das System einfach durch Kombination mehrerer ES891-Module oder anderer Geräte aus der neuen leistungsstarken ES800-Familie erweitert werden. Hierzu reicht es, einfach die Geräte aufeinander zu stecken; eine zusätzliche Verkabelung ist nicht erforderlich. Zur Einspeisung dieser großen Datenmengen in die Mess- und Applikationssoftware ETAS INCA baut das ES891-Modul eine schnelle Gigabit-Ethernet-Verbindung zum PC auf, die Datenraten von bis zu 120 MB/s erreicht. Über offene Standards wie XCP-on-Ethernet für den Steuergerätezugriff oder IEEE1588 zur Zeitsynchronisierung können FETK und ES891 problemlos in Hardware- und Softwaretools anderer Anbieter integriert werden. Selbstver-ständlich ist die neue Lösung mit bereits bestehenden Software- und Hardwareprodukten von ETAS kompatibel und ebenso zuverlässig, wie man es von ETAS-Werkzeugen gewohnt ist.

Auf künftige Anforderungen zugeschnitten

Diese Lösung ist das erste Mitglied einer neuen Produktfamilie, die auf die künftigen Anforderungen von Automotive-Anwendungen zugeschnitten wurde. In 2016 wird das ETAS-Portfolio um zwei weitere neue Lösungen erweitert. Die erste ist ein leistungsstarkes Datalogging-System auf der Grundlage des ES820-Moduls, das sämtliche Steuergerätesignale eines ganzen Arbeitstages aufzeichnen kann. Das ermöglicht einen unterbrechungsfreien Testbetrieb im Fahrzeug. Das zweite Produkt ist ein leistungsstarkes Rapid Prototyping-Tool, das Roundtrip-Zeiten von weniger als 100 µs erreichen wird. Mit diesen Lösungen erfüllt ETAS sein Versprechen, alle Anwendungsfälle für die Entwicklung von Steuergeräten im Antriebsstrang in einem einzigen Hardwaresystem zu unterstützen.

Tabelle: Die einzelnen Funktionen
Tabelle: Die einzelnen Funktionen (Bild: ETAS)

Um die bevorstehenden Herausforderungen zu meistern, müssen OEMs und Tier 1-Zulieferer im Applikationsprozess effizienter werden. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist die Fähigkeit, bei der Applikation im Fahrzeug alle Steuergerätesignale deutlich effizienter messen zu können. Mit den neuen Produkten FETK und ES891 stellt ETAS hierfür die richtigen Instrumente bereit und ermöglicht ein neues Niveau bei der effizienten Applikation.

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